Behandlungsspektrum

Handchirurgie.
Eine Domäne der Ambulanz.

Operative Eingriffe an den Händen sind eine Domäne der ambulanten Chirurgie. Sie können fast immer in örtlicher oder regionaler Betäubung (nur Arm) erfolgen. Der Operierte ist nicht bettlägerig und hat nach dem Eingriff wenig Schmerzen zu befürchten.

Seit über 15 Jahren führen wir diese Operationen mit steigender Tendenz erfolgreich durch. Die Gesamtzahl der Eingriffe erreicht mittlerweile ca. 250 Operationen pro Jahr — kleine operative Eingriffe an Fingern oder Handverletzungen sind dabei noch nicht mitgezählt.

Im OP-Saal Ambulant in regionaler Betäubung —
präzise, schonend, in vertrauter Umgebung.
Behandlungsablauf

Vom Erstgespräch
zur freien Hand

Fünf klare Schritte — bei uns immer beim selben Arzt, von der Diagnose bis zur Fadenentfernung. So bleibt Vertrauen erhalten und kein Detail geht verloren.

Vorgespräch

Klinische Untersuchung, sorgfältige Diagnose und ausführliche Aufklärung über den geplanten Eingriff. Wir besprechen alle Fragen in Ruhe.

Vorbereitung

Sie kommen nüchtern (bei Vollnarkose) oder normal (bei Lokalanästhesie). Aufnahme, Umkleiden, kurze Vorbereitung im OP-Trakt.

Operation

In örtlicher oder regionaler Betäubung — Sie bleiben wach, spüren aber nichts. Der Eingriff dauert je nach Diagnose 15 bis 45 Minuten.

Aufwachraum

Kurze Überwachung in unserem Aufwachraum. Sobald die Vitalwerte stabil sind und Sie sich wohlfühlen, dürfen Sie nach Hause.

Nachsorge

Verbandswechsel und Fadenzug bei uns in der Praxis. Beweglichkeit und Belastbarkeit der Hand sind nach 3–4 Wochen wieder vollständig erreicht.

Was wir behandeln

Häufige
Krankheitsbilder

Eine Auswahl der häufigsten Indikationen, die uns in der Sprechstunde begegnen — wählen Sie ein Krankheitsbild, um Ursache, Symptome und Therapie zu sehen.

Ganglion · Überbein

Gallertige Zyste am Handgelenk oder an den Fingern — meist harmlos, manchmal störend.

Ursache
Ein Ganglion ist eine Aussackung der Gelenkkapsel oder einer Sehnenscheide, gefüllt mit gallertiger Flüssigkeit. Häufig nach Überlastung — gelegentlich auch ohne erkennbaren Auslöser.
Symptome
Sichtbare, prall-elastische Vorwölbung — meist am Handgelenksrücken. Drückt mitunter auf Nerven, kann Schmerzen oder Bewegungseinschränkungen verursachen.
Therapie
Bei Beschwerden operative Entfernung in örtlicher Betäubung — wir entfernen Zyste und Stiel komplett, um Rezidive zu minimieren.

Karpaltunnelsyndrom

Eine „Nerveneinklemmung" am Handgelenk durch Druck auf den Mittelnerv (Nervus medianus).

Ursache
Die Handwurzelknochen und ein über diese gespanntes Band bilden am Handgelenk einen engen Kanal für den Mittelnerv. Die genaue Ursache der Einklemmung ist unbekannt — Handarbeit, Verletzungen und Schwangerschaften gelten als begünstigende Faktoren.
Symptome
Das CTS macht sich anfangs nachts bemerkbar: Schmerzen in den Fingern, ausstrahlend bis zum Ellenbogen, dazu Pelzigkeit von Daumen, Zeige- und Mittelfinger. Später kommen Greifstörungen, Kraftminderung und das Schwinden der Daumenballenmuskulatur hinzu.
Therapie
Nicht-operative Behandlungen versprechen keinen dauerhaften Erfolg. Sehr gute Ergebnisse hat die chirurgische Behandlung: Über einen 3–4 cm langen Hautschnitt wird das Handwurzelband durchtrennt (offene Methode), der Nerv wird druckentlastet und von Verwachsungen befreit. Die Komplikationsrate liegt deutlich unter 1 %.

Morbus Dupuytren

Knotige Stränge in der Hohlhand, die zur fortschreitenden Beugung einzelner Finger führen.

Ursache
Eine bindegewebige Erkrankung der Hohlhand. Allmählich entwickeln sich tastbare und sichtbare Knoten — zuerst in der Hohlhand, später an den Fingern. Am häufigsten sind 4. und 5. Strahl betroffen.
Symptome
Die fortschreitende Verkürzung der Stränge führt dazu, dass sich die Finger immer stärker krümmen. Es kann zur Bildung eines „Hakenfingers" mit vollständiger Funktionsunfähigkeit kommen.
Therapie
Ultraschall, Kortisoninjektionen oder Laser sind wissenschaftlich nicht wirksam. Erfolg verspricht einzig die operative Behandlung — erforderlich, wenn ein oder mehrere Finger nicht mehr vollständig gestreckt werden können (20° und mehr Streckverlust). Bei stark schmerzhaften Knoten ist eine OP auch früher sinnvoll.

Rhizarthrose · Heberden

Arthrose des Daumensattelgelenks oder der Fingerendgelenke — häufige Ursache schmerzhafter Hände.

Ursache
Verschleiß des Knorpels in Daumensattelgelenk (Rhizarthrose) oder Fingerendgelenken (Heberden). Genetische Veranlagung und langjährige Belastung spielen eine Rolle.
Symptome
Belastungsschmerz beim Zugreifen (Glas öffnen, Schlüssel drehen), Druckempfindlichkeit, später sichtbare Schwellung und Bewegungseinschränkung.
Therapie
Konservativ mit Schiene, Salbe, Physiotherapie. Bei fortgeschrittenem Verschleiß operativ — von Resektions-Arthroplastik bis zur Versteifung einzelner Gelenke.

Schnellender Finger

Schmerzhaftes Schnappen beim Beugen — eine Verdickung der Beugesehne klemmt sich am Ringband ein.

Ursache
Eine knotige Verdickung der Beugesehne bleibt am Ringband hängen. Bei kräftigerem Beugen löst sie sich ruckartig — das Schnappen ist schmerzhaft.
Symptome
Morgendliches „Steckenbleiben" einzelner Finger, das sich ruckartig löst. Im fortgeschrittenen Stadium bleibt der Finger gebeugt und muss mit der anderen Hand gestreckt werden.
Therapie
Kurzer ambulanter Eingriff in örtlicher Betäubung: Spaltung des Ringbandes — die Sehne gleitet wieder frei. Volle Belastbarkeit nach 2–3 Wochen.

Sehnenverletzungen

Risse oder Durchtrennungen von Beuge- und Strecksehnen — meist nach Schnitt- oder Sportverletzungen.

Ursache
Schnittverletzungen, Sportunfälle (z. B. „Mallet-Finger"), seltener degenerative Risse nach Vorerkrankungen oder bei rheumatischer Erkrankung.
Symptome
Plötzlicher Funktionsverlust eines Fingers — Beugung oder Streckung fällt schwer oder ist gar nicht mehr möglich. Sichtbarer Fehlstand der Endgliedchen.
Therapie
Frische Sehnenverletzungen sollten möglichst rasch (innerhalb von Tagen) feinchirurgisch genäht werden. Anschließend konsequente ergotherapeutische Nachbehandlung — entscheidend für das Ergebnis.
Häufige Fragen

Was Sie
wissen sollten

Antworten auf die häufigsten Fragen unserer Patient:innen. Sie finden Ihre Frage nicht? Schreiben Sie uns über medflex.

Bei Eingriffen in örtlicher oder regionaler Betäubung dürfen Sie normal essen und trinken — Sie sind während der OP wach und brauchen keine Vorbereitung wie bei einer Vollnarkose. Wir besprechen das im Vorgespräch im Detail.
Während der Operation sind Sie durch die örtliche oder regionale Anästhesie schmerzfrei — der Arm wird vorübergehend taub. Auch postoperativ sind nennenswerte Schmerzen selten; falls erforderlich, erhalten Sie ein leichtes Analgetikum.
Das hängt von Eingriff und Beruf ab. Karpaltunnel: meist 1–2 Wochen bei Büroarbeit, 4–6 Wochen bei manueller Arbeit. Bei Sehnen-OPs deutlich länger. Wir stellen die Krankschreibung individuell aus.
Am OP-Tag nicht. Bitte planen Sie eine Begleitperson für den Heimweg ein — entweder Familie/Freunde oder ein Taxi. Sobald der Verband klein genug ist und der Arm wieder voll spürbar, sind Sie wieder fahrtüchtig.
Beweglichkeit und Belastbarkeit der Hand sind in der Regel nach 3–4 Wochen wieder vollständig erreicht. Sport und schwere körperliche Arbeit sollten bis dahin pausieren — leichtere Tätigkeiten gehen oft schon früher.
Alle medizinisch notwendigen handchirurgischen Eingriffe werden von gesetzlichen und privaten Krankenkassen vollständig übernommen. Bei Arbeits- oder Wegeunfällen rechnen wir direkt mit der Berufsgenossenschaft ab.

Kontakt & Anfahrt

Schreiben Sie uns

Sicher und ohne App — über unseren medflex-Kanal.

Für dringende Anliegen sind wir telefonisch unter 09661 80336 werktags 07:30–18:00 Uhr erreichbar.

Anfrage über medflex

Unsere Sprechzeiten

Mo · Di · Do08:00 – 13:00 / 15:00 – 18:00 Mi08:00 – 13:00 Fr07:30 – 13:00 / 15:00 – 17:00 Sa09:00 – 11:00

Notfälle werktags durchgehend — bitte rufen Sie kurz an, damit wir Sie einplanen können.

Hier finden Sie uns

MVZ Sulzbach-Rosenberg
Obere Gartenstraße 13 A
92237 Sulzbach-Rosenberg

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