Behandlungsspektrum

Hernienchirurgie.
Geprüfte Behandlungspfade.

Eine Hernie ist ein Eingeweidebruch durch eine Schwachstelle in der Bauchwand. Sie heilt nicht von selbst und vergrößert sich mit der Zeit — eine operative Versorgung ist in der Regel dauerhaft die einzige Therapieoption.

Als Mitglied der Deutschen Herniengesellschaft arbeiten wir nach standardisierten, geprüften Behandlungspfaden. Wir wählen die Methode konsequent nach Befund und Lebenssituation — offen oder laparoskopisch, mit oder ohne Netz, ambulant oder kurzstationär.

Zertifiziertes Hernienzentrum Methode nach Befund —
nicht nach Routine.
Behandlungsablauf

Vom Befund
zur vollen Belastung

Wir nehmen uns Zeit für eine sorgfältige Anamnese und besprechen jede Verfahrenswahl transparent.

Erstgespräch

Anamnese, klinische Untersuchung, Sonografie. Ausführliche Aufklärung über Verfahren und Risiken.

Verfahrenswahl

Offen oder laparoskopisch, mit oder ohne Netz — abhängig von Bruchgröße, Alter, Beruf und Aktivität.

OP-Tag

Ambulant oder kurzstationär. Vollnarkose, ca. 30 bis 60 Minuten OP-Zeit.

Frühmobilisation

Spaziergänge schon am ersten postoperativen Tag — entscheidend für die Genesung.

Belastungsaufbau

Leichte Arbeit nach 1 Woche, Sport nach 4–6 Wochen. Wir begleiten Sie individuell.

Was wir behandeln

Formen
der Bauchwandhernie

Ob klassischer Leistenbruch oder komplexer Narbenbruch — wir kennen die Besonderheiten jedes Hernientyps und passen Technik und Netz individuell an.

Epigastrische Hernie

Bruch in der Mittellinie zwischen Nabel und Brustbein.

Ursache
Anlagebedingte Schwachstelle der Linea alba. Häufig bei sportlich Aktiven oder nach Schwangerschaft.
Symptome
Tastbare Vorwölbung, mitunter ziehender Schmerz beim Anspannen.
Therapie
Meist offene Versorgung mit oder ohne Netzeinlage, abhängig von der Bruchgröße.

Hernie bei Kindern

Angeborene Leistenhernien im Kindesalter.

Ursache
Persistierender Processus vaginalis als embryonaler Rest.
Symptome
Vorwölbung in der Leiste, gelegentlich auch in den Hodensack reichend.
Therapie
Gewebeschonende OP ohne Netz — bei Kindern wird ausschließlich die anatomische Struktur wiederhergestellt.

Leistenbruch (Hernia inguinalis)

Die häufigste Hernie — Vorwölbung in der Leiste, oft beim Husten oder Heben.

Ursache
Anlagebedingte Schwäche der Leistenkanalwand, verstärkt durch Druckbelastung (Heben, Husten, Pressen). Männer sind deutlich häufiger betroffen.
Symptome
Tastbare oder sichtbare Vorwölbung in der Leiste, mitunter Ziehen oder Schmerzen, besonders bei Belastung.
Therapie
Minimal-invasiv (TAPP, laparoskopisch) oder offen nach Lichtenstein. Auswahl nach Bruchgröße, Alter und Beruf. Meist ambulant möglich.

Nabelbruch (Hernia umbilicalis)

Vorwölbung direkt am Bauchnabel.

Ursache
Anlagebedingte Schwachstelle in der Nabelnarbe, gehäuft nach Schwangerschaften oder bei Übergewicht.
Symptome
Sichtbare Vorwölbung am Nabel, mitunter Druckschmerz.
Therapie
Meist kurzer ambulanter Eingriff mit oder ohne Netzeinlage — abhängig von der Bruchgröße.

Narbenbruch

Bruch in der Narbe einer früheren Bauchoperation.

Ursache
Schwächung der Bauchwand im Bereich einer OP-Narbe — Risiko erhöht bei Übergewicht, Wundheilungsstörung oder Voroperationen.
Symptome
Vorwölbung im Narbenbereich, Druckgefühl, mitunter Schmerzen oder Einklemmungsgefühl.
Therapie
Individuelle Netzstrategie nach Größe — von offener Sublay-Technik bis zur laparoskopischen Versorgung.

Schenkelhernie

Selten, aber mit hohem Einklemmrisiko — meist bei Frauen.

Ursache
Anlagebedingte Schwäche unterhalb des Leistenbandes.
Symptome
Kleine Vorwölbung unterhalb der Leiste — leicht zu übersehen, deshalb oft erst spät erkannt.
Therapie
Operative Versorgung wird zeitnah empfohlen, da das Einklemmungsrisiko deutlich höher ist als bei anderen Hernien.
Häufige Fragen

Was Sie
wissen sollten

Antworten auf die häufigsten Fragen unserer Patient:innen. Sie finden Ihre Frage nicht? Schreiben Sie uns über medflex.

In der Regel ja — eine Hernie verschwindet nicht von selbst und vergrößert sich mit der Zeit. Bei Beschwerdefreiheit kann man bei Männern manchmal abwarten („Watchful waiting"). Wir besprechen das individuell.
Nein. Bei kleinen Brüchen oder bei Kindern verzichten wir bewusst auf Netzeinlagen. Bei Erwachsenen reduziert ein Netz das Rückfallrisiko deutlich — wir verwenden nur etablierte, zugelassene Materialien.
Die meisten Leistenbrüche operieren wir ambulant. Bei größeren Narbenbrüchen oder Begleiterkrankungen empfehlen wir eine kurze stationäre Aufnahme.
Spaziergänge sofort, Radfahren nach 2 Wochen, Schwimmen nach 3 Wochen, Krafttraining nach 6 Wochen. Bei beruflich oder sportlich besonders belasteten Patient:innen passen wir den Plan individuell an.
Bei netzgestützten Verfahren liegt die Rezidivrate unter 3 %. Ohne Netz bei Erwachsenen deutlich höher. Wir wählen das Verfahren so, dass Ihr persönliches Risiko minimal bleibt.

Kontakt & Anfahrt

Schreiben Sie uns

Sicher und ohne App — über unseren medflex-Kanal.

Für dringende Anliegen sind wir telefonisch unter 09661 80336 werktags 07:30–18:00 Uhr erreichbar.

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Unsere Sprechzeiten

Mo · Di · Do08:00 – 13:00 / 15:00 – 18:00 Mi08:00 – 13:00 Fr07:30 – 13:00 / 15:00 – 17:00 Sa09:00 – 11:00

Notfälle werktags durchgehend — bitte rufen Sie kurz an, damit wir Sie einplanen können.

Hier finden Sie uns

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Obere Gartenstraße 13 A
92237 Sulzbach-Rosenberg

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